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Risikoreduzierung

Schutz von Umwelt und Gesundheit

Schutz von Umwelt und Gesundheit

Das Ziel des Nationalen Aktionsplans ist die Verringerung der Risiken und Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt, die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbunden sein können.

Beispielsweise wird im Bereich Gesundheitsschutz angestrebt, in einheimischen und importierten Lebensmitteln die R√ľckstandsh√∂chstgehalts√ľberschreitungen in allen Produktgruppen bis 2021 auf unter 1 Prozent zu verringern. Auch der Schutz von Anwendern und Arbeitern sowie der Schutz unbeteiligter Dritter soll bei der Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln verbessert werden.

Im Mittelpunkt der Ma√ünahmen des Nationalen Aktionsplans stehen die F√∂rderung von Innovationen im integrierten Pflanzenschutz und die Weiterentwicklung von Pflanzenschutzverfahren. Dar√ľber hinaus beschreibt der Nationale Aktionsplan weitere Ziele und Ma√ünahmen zur Risikoreduzierung in den Schwerpunkten Gew√§sserschutz, Biologische Vielfalt, Anwenderschutz und Schutz unbeteiligter Dritter sowie Verbraucherschutz (Lebensmittelsicherheit). Auf den folgenden Unterseiten werden diese Schwerpunkte dargestellt.

Mögliche Eintrittspfade von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist der Schutz von Nichtzielorganismen zu Land und zu Wasser zu ber√ľcksichtigen. Als Nichtzielorganismen gelten all jene Tiere und/oder Pflanzen, die nicht bek√§mpft werden sollen. Zum Schutz der Nichtzielorganismen sowie des Naturhaushalts im Allgemeinen sind deshalb geeignete Ma√ünahmen zur Risikoreduzierung bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu treffen. F√ľr die Festlegung und Umsetzung dieser Ma√ünahmen ist es wichtig zu verstehen, auf welche Wege Pflanzenschutzmittel in die Umwelt gelangen k√∂nnen.

M√∂gliche Eintragspfade f√ľr Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt und auf Nichtzielfl√§chen sind Abdrift, Abschwemmung, Verfl√ľchtigung in die Luft, Versickerung in das Grundwasser und Drainagen. Bereits w√§hrend einer Applikation von Pflanzenschutzmitteln oder der Aussaat von gebeiztem Saatgut k√∂nnen Teile des Spritznebels oder der Beizst√§ube als Abdrift auf benachbarte Nichtzielfl√§chen gelangen. Auch nach der Applikation besteht die Gefahr des Pflanzenschutzmitteleintrags durch Erosion und Abschwemmung (‚ÄěRun-off‚Äú) in angrenzende Gew√§sser oder Saumbiotope. Sogenannte Punkteintr√§ge m√ľssen ebenfalls bedacht werden. Gelangen Pflanzenschutzmittelreste auf eine befestigten Fl√§che - zum Beispiel bei T√§tigkeiten wie dem Bef√ľllen eines Pflanzenschutzger√§ts auf der Hoffl√§che-, k√∂nnen diese bei Regen oder Reinigungsarbeiten in die Kanalisation und √ľber diese in Gew√§sser eingetragen werden.

Um den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in Nichtzielflächen auf ein annehmbares Maß zu reduzieren, werden mit der Zulassung Risikominderungsmaßnahmen (zum Beispiel Einsatz von abdriftmindernder Technik, Abstandsauflagen) vorgeschrieben. Zusätzlich sind im Rahmen der guten fachlichen Praxis zum Pflanzenschutz weitere Maßnahmen zu treffen, um Einträge von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt zu vermeiden.

Die Abbildung stellt wichtige mögliche Eintragspfade von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln dar: