Ziel der Förderung
Nachhaltige, effiziente und resiliente agrarische Produktionssysteme sind von grundlegender Bedeutung auf dem Weg zu einer funktionierenden Bioökonomie. Agrarökologische Lösungen haben dabei das Potenzial, die vielfältigen Herausforderungen an die Landwirtschaft hinsichtlich der Aspekte Klimawandel, Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme sowie Stärkung der Nachhaltigkeit und Resilienz zu bewältigen. Dies zu erreichen, ist ein wichtiger Baustein der Nationalen Bioökonomiestrategie. Forschungs- und Innovationsbemühungen sind hierfür notwendig.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) beteiligt sich daher gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit dem aktuellen Förderaufruf an der dritten Ausschreibungsrunde der Europäischen Partnerschaft „AGROECOLOGY“ (https://www.agroecologypartnership.eu/). Mit der geplanten Forschungsförderung sollen Grundlagen für eine größere Verfügbarkeit von Arten, Sorten und Rassen geschaffen werden, die die Entwicklung und Etablierung agrarökologischer Landwirtschaftssysteme unterstützen.
Was wird gefördert?
Das BMFTR sucht Projektideen zum Themenfeld „Stärkung der genetischen Diversität und Variabilität von Kulturpflanzen für die agrarökologische Transition“ der „AGROECOLOGY“-Ausschreibung, die sich mit mindestens einem der folgenden Unterthemen befassen:
- Nutzung von Genotypen, die an spezifische Umweltbedingungen angepasst sind und zur Verbesserung von Resilienz und Leistungsfähigkeit von Nutzpflanzen beitragen;
- Pflanzenzüchtung für die agrarökologische Transition zum Beispiel mit einem Fokus auf Resilienz gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren;
- Integration von Nutztieren und -pflanzen in agroökologischen Produktionssystemen.
Vorzugsweise werden Vorhaben gefördert, die Multi-Akteurs- und Ko-Kreations- sowie Ko-Implementierungsprozesse anwenden, wobei Living Lab- beziehungsweise Living Lab-ähnliche Ansätze zum Einsatz kommen sollen.
Die Projekte sind als transnationalen Verbundvorhaben unter Beteiligung ausländischer Verbundpartner aus den Partnerstaaten der „AGROECOLOGY“-Initiative zu planen. Dabei sollen die Vorhaben möglichst auf den Ergebnissen laufender EU-finanzierter Forschungs- und Innovationsprojekte im Bereich landwirtschaftlich relevanter genetischer Ressourcen und deren Erhaltung aufbauen.
Weitere Details finden sich in der europäischen Ausschreibung und der BMFTR-Bekanntmachung.
Dreistufiges Antragsverfahren
Das Antragsverfahren ist dreistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist vom Koordinator des transnationalen Vorhabens eine Ideenskizze (pre proposol) über die Internetseite https://agroecology.ptj.de/call3 einzureichen.
Die Einreichungsfrist ist der 18. Februar 2026 (14 Uhr MEZ).
Im Falle einer positiven Bewertung werden die Antragssteller aufgefordert, im nächsten Schritt eine Projektskizze und ggf. abschließend einen förmlichen Projektantrag vorzulegen.
Weitere Informationen
Der Förderaufruf des BMFTR im Rahmen Agrarecology-Initiative wird vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut. Es wird empfohlen, bei Interesse frühzeitig den Projektträger zu kontaktieren.
Webseite des Projektträgers Jülich
Weitere Informationen zu den Zuwendungsvoraussetzungen und dem Antragsverfahren können auch der Förderbekanntmachung sowie der Webseite der „Agrarecology“-Inititvative entnommen werden: