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Praxis

Risikoanalyse SYNOPS

Pflanzenschutz - Risikoindikatoren

Die Erfassung der Intensität der Pflanzenschutzmittelanwendungen über den normierten Behandlungsindex (BI) allein reicht nicht aus, um mit der Anwendung verknüpfte Risiken zu beschreiben. Der Grund dafür ist, dass die Stoffeigenschaften und die Anwendungsbedingungen nicht in den BI einfließen. Es ist erforderlich, ein Instrument zu nutzen, mit dessen Hilfe Risiken der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln abgeschätzt werden können. Verringerungen der Intensität der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, gemessen am Behandlungsindex, dürfen letztlich nicht zu höheren Risiken für Mensch, Tier und Naturhaushalt führen. Die Verwendung geeigneter Risikoindikatoren im Pflanzenschutz ist daher Grundvoraussetzung für die Abschätzung der Risiken, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entstehen können.

Für unterschiedliche Schutzziele und räumliche Aggregationsebenen stehen auf Europäischer Ebene eine Vielzahl von Pflanzenschutz-Risikoindikatoren zur Verfügung. Eine Zusammenfassung solcher Indikatoren wurde auf Basis einer Umfrage im Rahmen der OECD "Expert Group on Pesticide Risk Indicators" erstellt (Pesticide Risk Indicator Evaluation Report, PRIER). Viele dieser Risikoindikatoren beziehen sich auf Risiken für den Naturhaushalt. Weitere Indikatoren erfassen auch Risiken für die menschliche Gesundheit oder Einträge von Pflanzenschutzmitteln in das Grundwasser. Die erfassten Indikatoren bewerten das Risiko sowohl mit modellbasierten als auch monitoringbasierten Ansätzen und sie stellen die Risiken auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Ebenen dar.

Im Rahmen des NAP wird der Risikoindikator SYNOPS (Synoptische Bewertung von Pflanzenschutzmitteln) einerseits für die Verfolgung der Risikotrends auf nationaler Ebene (SYNOPS-Trend) und andererseits für die Analyse der regionalen Unterschiede des Risikos (SYNOPS-GIS) eingesetzt.

SYNOPS (Synoptische Bewertung von Pflanzenschutzmitteln)

Quelle: JKI