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Praxis

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Strohballen. Copyright: Fotolia - photo 5000

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Um die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken weiter zu reduzieren, verfolgt der Nationale Aktionsplan das Ziel, integrierte Pflanzenschutzverfahren weiterzuentwickeln und diese erfolgreich in die Praxis einzuführen. Unterstützende Beratung und Weiterbildung/Schulung der Anwender von Pflanzenschutzmitteln nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

Basisstrategie "Gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz"

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Pflanzenschutz nur nach guter fachlicher Praxis durchgeführt werden darf (§ 2a Abs. 1 Pflanzenschutzgesetz). Die gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz dient insbesondere:

  1. der Gesunderhaltung und Qualitätssicherung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen durch vorbeugende Maßnahmen, Verhütung der Einschleppung oder Verschleppung von Schadorganismen, Abwehr oder Bekämpfung von Schadorganismen sowie
  2. der Abwehr von Gefahren, die durch die Anwendung, das Lagern und den sonstigen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln oder durch andere Maßnahmen des Pflanzenschutzes entstehen können. Dies betrifft die Gesundheit von Mensch und Tier sowie den Naturhaushalt.

Die Grundsätze für die Durchführung der guten fachlichen Praxis im Pflanzenschutz gelten grundsätzlich für alle Wirtschaftsweisen. Sowohl der integrierte als auch der ökologische Landbau weisen Besonderheiten auf, die über diese Grundsätze hinausgehen. Die jeweiligen Spezifika werden in den Beiträgen zu den Themen näher erläutert.

Gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz (pdf-Datei)

Integrierter Pflanzenschutz
Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau

Weiterentwicklung integrierter Pflanzenschutzverfahren und Einführung in die Praxis

Die Erprobung und Vermittlung neuer oder verbesserter integrierter Pflanzenschutzverfahren und ihre Einführung in die Praxis haben im Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz eine hohe Priorität. In diesem Kontext wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz" finanziert. Als nationale Leitbetriebe führen die Demonstrationsbetriebe anderen Landwirten, Beratern und gegenüber der Öffentlichkeit die neuesten Erkenntnisse und Verfahren des integrierten Pflanzenschutzes in der Praxis vor.

Modellvorhaben Demonstrationsbetriebe

Beratung zum integrierten Pflanzenschutz

Das Schlüsselelement für eine erfolgreiche Praxiseinführung integrierter Pflanzenschutzverfahren ist eine  intensive Beratung der Betriebe. Die Demonstrationsbetriebe werden über das übliche Maß hinaus betreut und beraten von den Pflanzenschutzdiensten der Länder sowie vom Julius Kühn-Institut (JKI). Eine intensive Beratung ist, ebenso wie eine nachgewiesene Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit, für die Anwendung von Verfahren zur Risikominderung im Pflanzenschutz (integrierter Pflanzenschutz und ökologischer Landbau) auf breiter Fläche entscheidend.

Beratung

Erfassung der realen Pflanzenschutzmittelanwendungen

Zur Erfassung der realen Pflanzenschutzmittelanwendungen wurden ein Netz von Vergleichsbetrieben sowie kulturpflanzenspezifische Netze von Erhebungsbetrieben (Panel Pflanzenschutzmittel-Anwendung - PAPA) aufgebaut. Die jährlich erhobenen Daten werden durch das Julius Kühn-Institut (JKI) ausgewertet. Als quantitatives Maß zur Beschreibung der Intensität des chemischen Pflanzenschutzes wird der Behandlungsindex (BI) berechnet. Der Behandlungsindex berechnet sich aus der Anzahl der angewandten Pflanzenschutzmittel bezogen auf die zugelassene Aufwandmenge und die Anbaufläche.

Erfassung der realen Pflanzenschutzmittelanwendungen

Pflanzenschutztechnik

Die Weiterentwicklung und Überprüfung von Pflanzenschutztechnik ist - neben der sachgerechten Anwendung -  im Hinblick auf die Risikominimierung während der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln entscheidend.

Pflanzenschutztechnik

Pflanzenschutz-Kontrollprogramm

Im Rahmen des "Pflanzenschutz-Kontrollprogramms" überwachen die Landesbehörden die Einhaltung pflanzenschutzrechtlicher Vorschriften beim Inverkehrbringen und bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzgeräten. Die Ergebnisse der Länderkontrollen werden vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jährlich zu einem Bericht zusammengefasst.

Pflanzenschutz-Kontrollprogramm

Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten

Der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz berücksichtigt auch den Bereich Haus- und Kleingarten und hat hierzu spezielle Ziele und Maßnahmen festgelegt.

Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten