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Nachrichten-Archiv

19.11.2018Gemeinsam gegen den illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln

In Braunschweig diskutierten am 6. und 7. November 2018 Experten verschiedener EU-Mitgliedstaaten und -Behörden über Wege, den illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln entschieden zu bekämpfen.

Kanister in Reihen aufgestellt
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Der Handel mit illegalen Pflanzenschutzmitteln ist nach Einschätzung von Europol einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der organisierten Kriminalität in der Europäischen Union.

In der Europäischen Union (EU) gelten für die Zulassung und den Handel von Pflanzenschutzmitteln einheitliche Regeln. Es dürfen in einem EU-Mitgliedsstaat nur Pflanzenschutzmittel, denen dort eine Zulassung erteilt wurde, auf den Markt gebracht werden. Gefälschte oder nicht genehmigte Mittel können dagegen ein Risiko für die Gesundheit und die Umwelt darstellen und verursachen zudem große wirtschaftliche Schäden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) widmete deshalb sein diesjähriges wissenschaftliches Symposium ganz dem Kampf gegen den illegalen Handel von Pflanzenschutzmitteln. Zum BVL-Symposium "Challenges 2019 – Detecting and combating illegal trade in plant protection products" trafen sich am 6. und 7. November 2018 Experten von Institutionen der EU, aus Behörden verschiedener EU-Mitgliedstaaten und der Bundesländer sowie der Wirtschaft in Braunschweig. Sie diskutierten die laufenden Aktivitäten innerhalb der EU zur Bekämpfung des illegalen Handels und sprachen sich dabei für stärkere Kontrollen und mehr Kooperation aus.

Weitere Informationen zu den Inhalten und Ergebnissen des Symposiums sind auf der BVL-Webseite abrufbar: Zur BVL-Pressemitteilung

Hintergrund

Die Bekämpfung des illegalen Handels von Pflanzenschutzmitteln trägt zur weiteren Reduzierung von möglichen Risiken bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bei. Der Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) benennt deshalb auch Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland. Zum einen erfolgt fortlaufend eine weitere Intensivierung und Optimierung der Zusammenarbeit von Behörden auf Bundes- und Ländereben z.B. über das gemeinsame Pflanzenschutz-Kontrollprogramm der Bundesländer. Zum anderen sieht der NAP auch die Sensibilisierung von Handel und Anwendern über die Folgen illegaler Importe vor. Die betroffenen Verbände unterstützen dabei die Aktivitäten des Bundes und der Länder.

Einen Beitrag zur Aufklärungsarbeit leistet ein Flyer zum Thema "Illegale Pflanzenschutzmittel", der gemeinsam durch das BVL, die Landwirtschaftskammer NRW, den deutschen Deutscher Raiffeisenverband e.V. (DRV) und den Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) erarbeitet wurde: Zum Flyer über illegale Pflanzenschutzmittel