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Nachrichten-Archiv

10.09.2018Innovationsprojekte präsentieren Ergebnisse auf der 61. Deutschen Pflanzenschutztagung

Mit seinem Innovationsprogramm fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger BLE (ptble) zahlreiche innovative Vorhaben im Bereich Pflanzenschutz.

Traktor versprüht Pflanzenschutzmittel
Copyright: farbcombinat - stock-adobe.com

Ergebnisse aus einzelnen Projekten werden auf der 61. Deutschen Pflanzenschutztagung in Hohenheim vom 11. bis 14. September 2018 vorgestellt.

Nicht-chemische Verfahren und moderne Diagnose fördern

Im Zuge eines nachhaltigen Pflanzenschutzes spielt die Entwicklung nicht-chemischer, alternativer Verfahren eine wichtige Rolle, um unter Berücksichtigung des Insektenschutzes den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. Die Entwicklung von Verfahren zur biologischen Kontrolle von Schadorganismen stellt in der Bekanntmachung über die "Förderung von innovativen Vorhaben für einen nachhaltigen Pflanzenschutz" einen wichtigen Aspekt dar. Diese Verfahren werden beispielsweise von Projekten zur biologischen Drahtwurmbekämpfung bei Kartoffeln oder mit der Entwicklung eines Saatgutverfahrens zur Kontrolle samen- und bodenbürtiger Pathogene in Mais sowie biologischer Saatguttechnologien zur Abwehr von Schadinsekten in Raps aufgegriffen.

Um geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen treffen zu können, ist zuvor eine sichere Diagnose notwendig. So wird in einem derzeit laufenden Innovationsprojekt beispielswiese eine schnelle und verlässliche Methode zur Identifizierung von invasiven Käferarten erarbeitet. Bisherige Ergebnisse fließen in den Workshop "PHID-Coleo – Bestimmung von Käfern an Verpackungsholz" ein, an dem interessierte Wissenschaftler und Unternehmen auf der Deutschen Pflanzenschutztagung am 13. September 2018 teilnehmen können.

Hintergrund

Über das Programm zur Innovationsförderung des BMEL werden für den Bereich Pflanzenschutz thematisch breit gefächerte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert, die unter anderem auch die Ziele und Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) unterstützen. Im Rahmen der Bekanntmachung über die „Förderung von innovativen Vorhaben für einen nachhaltigen Pflanzenschutz“ werden aktuell 22 Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen von rund 12 Millionen Euro betreut.

Im Innovationsprogramm stehen technische und nicht-technische Entwicklungen und Verfahren sowohl für den integrierten Pflanzenschutz als auch den Pflanzenschutz im ökologischen Landbau im Fokus. Laufende Projekte befassen sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Verfahren zur umweltschonenden Regulierung von Schadorganismen, spezifischen Entscheidungs- und Managementhilfen, technischen Lösungen zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln sowie Konzepten zum Wissenstransfer in die Praxis.