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Indikatoren/Forschung

Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz

Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz

Stand: 27.11.2020

Einleitung

Ziel des NAP ist es, mögliche Risiken und Auswirkungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt, die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbunden sein können, weiter zu reduzie-ren. Zur Darstellung der Risikoentwicklung im Bereich Landwirtschaft wird unter anderem der Indikator "Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz" herangezogen, der in fünfjährigen Abständen angibt, in welchem Umfang biologische Pflanzenschutzmaßnahmen angewandt werden.

Beschreibung

Mit dem Indikator "Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz" wird die Anzahl der zugelassenen biologischen Mittel und angewandten biologischen Pflanzenschutzverfahren erfasst und deren Umfang in der Praxis abgeschätzt. Die entsprechenden Daten werden vom JKI im Statusbericht  in regelmäßigen Abständen veröffentlicht.

Der neue Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz 2018 wurde Anfang 2019 veröffentlicht. Darin wird der biologische Pflanzenschutz definiert als "die Nutzung bzw. die Verwendung lebender Organismen (einschließlich Viren) sowie biologischer Wirkstoffe und Prinzipien mit dem Ziel, die Populationsdichten oder Auswirkungen von Schadorganismen soweit zu vermindern, dass der wirtschaftliche Schaden weitgehend reduziert wird".

Diagramm

Aussage

Die im Statusbericht 2018 erhobenen Daten beschreiben die Verwendung biologischer Pflanzenschutzverfahren in den Jahren 2013 und 2014.

Die Anwendung von Nützlingen zur selektiven Bekämpfung von Schadinsekten ist ein häufig praktiziertes Verfahren im biologischen Pflanzenschutz. Abbildung 1 stellt die Anzahl kommerziell erhältlicher Nützlingsarten dar. Die zugrundeliegenden Daten zeigen, dass die Anzahl der verfügbaren Nützlingsarten von 1980 bis 2010 stetig zugenommen hat. Jüngere Erhebungen haben gezeigt, dass die Anzahl verwendeter Nützlinge seit 2010 relativ stabil ist und pro Jahr im ca. 1-2 Arten zunimmt.

Die Verfügbarkeit von Mikroorganismen im biologischen Pflanzenschutz (Abbildung 2) hat in den vergangenen Jahren zugenommen, diese werden allerdings nur zum Teil auf größeren Flächen angewandt. Flächenmäßig am stärksten verbreitet ist die Anwendung von Bacillus thuringiensis-Präparaten und des Apfelwicklergranulovirus.